Von Zuhause arbeiten
Annika Reimert

Veröffentlicht am
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Viele Unternehmen verzichten auf das sogenannte Remote Work. Das kann wegen vielerlei Gründe sein. Sei es, dass man die Anwesenheit der Mitarbeiter im Unternehmen schätzt oder den kurzen Kommunikationsweg bevorzugt. Schließlich spielt sich alles unmittelbar im selben Gebäude ab. Fragen können unverbindlich geklärt werden und der soziale Aspekt wird gestärkt.

Doch die Corona-Krise zwingt dazu, sich mit dem Thema „Remote Work“ auseinanderzusetzen und in Zeiten einer weltweiten Pandemie Durchhaltevermögen und Flexibilität zu beweisen. Die Gesundheit steht an erster Stelle und spätestens ab den Lockdowns, muss etwas in diese Richtung getan werden.

Was ist Remote Work?

Vermutlich stößt Home-Office eher auf Verständnis als Remote Work. Beide Begriffe meinen letztendlich dasselbe; so bezeichnet Remote Work (auch als Telearbeit bekannt) die Arbeit, die teilweise oder gänzlich außerhalb des Gebäudes vom Arbeitgeber erfolgt. Mit der Arbeit außerhalb des Gebäudes ist dann natürlich die Arbeit von Zuhause aus (Homeoffice) gemeint.

Die Vorteile

Während man bei der Arbeit im Büro durchaus einige Vorteile erkennt, hat auch das Zuhause arbeiten gewisse Stärken, mit denen es glänzt:

  • Der Weg zur Arbeit entfällt → mehr Freizeit
  • Demnach entfällt auch das Pendeln → Zeit Zuhause/ mit der Familie
  • Kinderbetreuung lässt sich sehr gut mit Remote Work kombinieren
  • Die Zeit ist flexibler einteilbar → in den Pausen kann z. B. der Haushalt gemacht werden
  • Man kann den Ort für Remote Work frei wählen → Reisen und Arbeiten lässt sich z. B. verbinden
  • Steigerung der Qualitäten wie Selbstorganisation, Eigenverantwortung und Zeitmanagement

Wer profitiert?

Es liegt auf der Hand, dass nicht jede Branche Remote Work auch umsetzen kann. Ein Dachdecker kann Dächer nicht von Zuhause aus vorbereiten und auch ein Chirurg würde sich schwertun, den Patienten bei sich zuhause einzuladen. Wichtig ist es, dass es technisch umzusetzen ist. Da profitieren vor allem folgende (Homeoffice) Branchen von:

Online-Marketing, Webdesign, die Gaming Industrie, Redaktionen, Datenerfassungsunternehmen, Callcenter/ Kundenservices, Grafikdesigner, die IT so wie z. B. die Buchhaltungen uvm.

Wer einen Computer und/ oder ein Telefon zum Arbeiten benötigt, hat die besten Voraussetzungen das Remote Work für sich zu nutzen und auch während der Corona-Krise und möglichen Lockdowns zu wirtschaften. Dabei geht auch das Gewinnen potenzieller Kunden nicht verloren. Einige Programme wie beispielsweise Microsoft Teams sind hilfreich dafür, sich zu organisieren und den Datenverkehr ohne Probleme beizubehalten. Aber auch andere Programme bewähren sich gegen die Corona-Krise und für die Unternehmen.

1. Online-Marketing

Für Online-Marketing Maßnahmen ist es eine Grundvoraussetzung einen funktionierenden PC wie eine Internetverbindung zu besitzen. So steht beispielsweise dem Search Engine Marketing (SEM), Mail Marketing oder Affiliate-Marketing nichts mehr im Wege. Die potenziellen Kunden können weiterhin über das Internet gewonnen werden und auch sonst verändert sich für das Online-Marketing nicht viel, außer die Umgebung.

Ein SEO arbeitet z. B. Hand in Hand mit der Google Search Console und Co. sowie bestimmten Programmen für die OnPage-Optimierung wie OffPage-Optimierung. Diese Programme und Google müssen nur auf dem jeweiligen Computer verfügbar sein und das Suchmaschinenoptimieren kann auch im Homeoffice effektiv weiterlaufen.

2. Webdesign

Der Webdesigner kümmert sich, wie der Name schon sagt, um Webseiten im Internet. Sollten potenzielle Kunden also das Erstellen/ Optimieren des Webdesigns anfragen, braucht auch der Webdesigner nur einen funktionstüchtigen Laptop, seine Programme und eine Internetverbindung. Webdesign und Homeoffice sind also nichts Ungewöhnliches. Ob er dabei im Büro sitzt oder Zuhause arbeitet, ist einerlei. Das war vor der Corona-Krise der Fall und wird es auch in naher Zukunft noch sein.

3. Gamingindustrie

Auch die Gamingindustrie ist wenig von Covid-19 betroffen. Die Casinos gibt es in Onlineversionen und mit neuen Konsolen und einem großen Arsenal an Videospielen, kann gerade jetzt das Gaming voranschreiten. Denn viele greifen während des Lockdowns gerne zur Konsole und auch das Erwerben von Videospielen erfolgt weitestgehend über Vertriebsplattformen wie Steam, Origin und Co.

Auch die Mitarbeiter der Gamingbranche brauchen wie im Online-Marketing oder Webdesign lediglich Ihren Computer und die Internetverbindung.

4. Redaktion

Einen Redakteur sieht man meist nur mit dem Laptop am Schreibtisch arbeiten. Ob nun in der Redaktion selbst oder am eigenen Schreibtisch im Homeoffice. Das Schreiben von Texten und das Korrekturlesen benötigt nicht vielmehr als das und den Redakteur selbst. Sollte Kommunikationsbedarf bestehen, was z. B. die Absprache mit Kunden und Redaktion betrifft, genügt meist eine E-Mail.

5. Call-Center/ Kundenservice

Die Sorge, man könne unmöglich von Zuhause arbeiten, ohne das hauseigene Telefon benutzen zu müssen, ist unberechtigt. Gerade Telefonhotlines laufen mittlerweile über Onlineprogramme wie beispielsweise Bria. Dort können die Telefonnummern des Unternehmens leicht hinterlegt werden und nichts muss über die private Nummer geschehen. Es ist lediglich wichtig über ein Handy oder Headset zu verfügen. Auch eine ruhige Umgebung ist bei Telefonbranchen essenziell, um aktiv im Homeoffice arbeiten zu können. Kein Kunde hört gerne laute Hintergrundgeräusche beim Telefonat.

6. Grafikdesign

Grafikdesigner verfahren nach demselben Prinzip wie die meisten aufgelisteten Branchen. Ein Grafikdesigner braucht seinen (in diesem Fall leistungsfähigen) Laptop und Programme wie z. B. InDesign oder Photoshop. Ob er dabei nun im Büro sitzt oder Zuhause ist in erster Linie irrelevant. Wichtige Absprachen bezüglich Projekten können über den E-Mail-Verkehr gelöst werden. Die meisten Dateien werden außerdem in der Cloud hochgeladen und auch sonst genügt eine schnelle Installation möglicher Programme, um die Kommunikation bei Bedarf zu verbessern.

7. Buchhaltung

Fast jedes Unternehmen setzt auf die Buchhaltung über den Computer. Programme beschleunigen und vereinfachen den Prozess; Daten können automatisch sortiert und archiviert werden. Zusätzlich dazu spart es Platz, Papier und Zeit. Mittlerweile ist es gang und gäbe Rechnungen digital zu erstellen, weshalb die Buchhaltung lediglich einen PC braucht. Dieser kann entweder am Arbeitsplatz in der Firma oder im eigenen Büro daheim stehen.

8. IT

Wer den Begriff IT hört, wird vermutlich Computer, HTML und alles Technikrelevante damit assoziieren. Deswegen überrascht es nicht, dass die IT und Homeoffice schon länger existieren. Ein Computer ist für die IT unabdingbar und wo dieser dabei steht, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass Technik wie Programme funktionieren und der Arbeit von Zuhause aus steht nichts im Wege.

Mann sitzt am Schreibtisch mit einem Zettel in der Hand

Eine gute Organisation ist essenziell

Es ist selbsterklärend, dass Mitarbeiter nicht einfach Ihrer selbst überlassen werden sollten. Vielmehr ist es im Interesse aller Unternehmen, das Remote Work richtig zu organisieren. Haben die Mitarbeiter die nötigen Voraussetzungen Zuhause zu arbeiten? Ist ein (guter) Computer/ Laptop vorhanden sowie eine Internetverbindung? Es ist auch wichtig im Vorhinein zu besprechen, welche Programme benötigt werden, um das Homeoffice anzutreten. Wenig sinnvoll ist es, wenn das Equipment vorhanden ist, aber niemand weiß, welche Programme benötigt werden. Klären Sie alle wichtigen Accountinformationen wie den Benutzernamen und die Passwörter, sodass jeder Mitarbeiter Zugriff auf das hat, was für die Arbeit benötigt wird.

Einem SEO-Mitarbeiter bringt es z. B. wenig, wenn er für seine Suchmaschinenoptimierung auf WordPress angewiesen ist, ihm aber die Daten fehlen, um darauf zuzugreifen. Wichtig ist es, Kommunikationswege zu gewährleisten. Wie erreichen Sie Ihre Mitarbeiter? Verlassen Sie sich auf den E-Mail-Verkehr oder sind Programme wie Microsoft Teams, Skype etc. von Vorteil? Machen Sie sich von Anfang an Gedanken darüber, um keine wertvolle Zeit zu verlieren, weil es im Homeoffice plötzlich zu Problemen kommt.

Wenn das Wichtigste im Voraus erledigt ist, sind auch potenzielle Probleme gering. Das erspart Ihnen und Ihren Mitarbeitern unnötigen Stress und motiviert für ein gutes Homeoffice.

Fazit

Auch wenn in vielen Branchen Homeoffice nicht viel Umstellung kostet, sollte man sich trotzdem über das Organisatorische im Klaren sein. Für viele Arbeitnehmer ist das Remote Work genauso neu wie für den Arbeitgeber selbst. Doch sollte man deswegen keine Angst vor Veränderung scheuen. Gerade die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, von welcher enormen Wichtigkeit die Flexibilität zwischen Arbeit im Büro und von Zuhause aus ist. Viele Branchen haben den Luxus nicht, da es schier unmöglich ist, gewisse Arbeiten im Homeoffice zu verrichten. Deswegen seien Sie sich um Ihren Luxus und den Vorteilen bewusst!

Gerade für Familien und Pendler ist dies eine gute Möglichkeit die Work-Life-Balance optimal zu Nutzen und es steigert maßgeblich die Motivation. Dennoch sollten wir nicht die Nachteile vergessen: Der soziale Aspekt fällt beim Remote Work natürlich weg. E-Mail-Verkehr oder kurze Anrufe über Zoom ersetzen das Miteinander am Arbeitsplatz selbst natürlich nicht. Deswegen ist es wichtig ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Arbeit im Büro und Zuhause beizubehalten und auch zu ermöglichen.

Haben Sie also keine Angst oder Abneigung gegen das Homeoffice. Werden Sie sich der Tatsache bewusst, dass die Möglichkeit des Homeoffice nicht bedeutet, nie wieder im Büro der Firma zu arbeiten. Haben Sie erst einmal alles geplant und organisiert, können Sie Ihre Arbeit flexibel nutzen und sind auch gegen Krisen wie Corona vorbereitet. Finden Sie also Ihre ideale Balance und nutzen Sie die Vorteile für sich und Ihr Unternehmen; dann haben Sie nämlich einen großen und wichtigen Schritt geschafft.

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