Frau mit Brille und großem Buch in der Hand.
Annika Reimert

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Das Ranking für Keywords ist nicht annähernd so unkompliziert und einfach. Sollten die Zielkeywords also ganz aus Ihrer Kampagne verschwinden?

Nur wenige Marketingstrategien haben sich so stark weiterentwickelt wie die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Es gibt sie schon etwa so lange wie Suchmaschinen, aber der moderne Ansatz unterscheidet sich grundlegend von dem, was die Menschen in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren taten.

Damals drehte sich bei SEO alles um Keywords. Man wählte die richtigen Keywords für die eigene Strategie aus, stopfte sie in jeden Winkel der Website, und irgendwann wurde man für Suchanfragen, die mit diesen Keywords übereinstimmten, entsprechend gut platziert.

Und heute? Die Platzierung für Keywords ist nicht annähernd so einfach und unkompliziert. Sollten die Zielkeywords also ganz aus Ihrer Kampagne verschwinden?

Absolute SEO-Grundlagen

Für den Fall, dass Sie mit SEO nicht vertraut sind, hier ein kurzer Überblick. Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht es darum, die Platzierung Ihrer Website in den Suchmaschinenergebnisseiten (SERPs) für Suchanfragen, die für Ihr Unternehmen relevant sind, zu verbessern. Mit einer guten Strategie erreichen Sie eine höhere Platzierung, was zu mehr Sichtbarkeit und mehr Besucherzahlen führt.

Um dies zu erreichen, müssen Sie verschiedene Maßnahmen ergreifen, wie z. B. die Verbesserung der technischen Struktur Ihrer Website, das Verfassen zahlreicher Onsite-Inhalte und das Sammeln von Backlinks. Aber in der Vergangenheit war eines der wichtigsten Teile des Puzzles die Auswahl von „Ziel-Keywords“ für Ihre Strategie – spezifische Suchanfragen, von denen Sie glauben, dass Ihr Publikum sie verwenden wird, um Unternehmen wie Ihres zu finden. Keywords mit viel Traffic und minimalem Wettbewerb waren perfekt dafür geeignet. Mit einem hinreichend zielgerichteten Ansatz konnten Sie die Rankings für diesen Begriff dominieren und jede Menge Traffic generieren.

Zwei Personen am Schreibtisch von der einer SEO auf dem Laptop sucht.

Kampf gegen das Stuffing von Keywords und die Apokalypse der semantischen Suche

Warum der Hass auf Keywords?

Es ist nicht wirklich Hass. Es ist vielmehr eine neue Sichtweise. In den 2000er Jahren praktizierten Unternehmen auf der ganzen Welt eine Taktik, die als „Keyword-Stuffing“ bekannt ist. Sie füllten jeden Inhalt ihrer Website mit Keywords, unabhängig davon, ob sie sinnvoll waren. Ganze Seiten waren dem Spammen desselben Wortes oder Satzes gewidmet – und manchmal wurden Keywords im Hintergrund einer Seite "versteckt".

Und warum das Ganze? Weil man, wenn man früher ein Keyword genug spammte, sehr wahrscheinlich auch dafür ranken konnte.

Das änderte sich jedoch bald, als Google eine Reihe von Updates einführte, die Keyword-Spammer bestraften und Seiten mit hochwertigen Inhalten belohnten. Nach und nach wurde den Keyword-Stuffern klar, dass ihre Taktik nicht mehr effektiv war, und sie begannen ihre Strategien entsprechend anzupassen.

In dieser Zeit war die vorherrschende Strategie die Optimierung auf "Keyword-Dichte". Das war ein cleverer Weg, das System zu umgehen. Die Autoren wussten, dass ein Keyword, wenn es zu oft vorkommt, bei Google eine rote Fahne auslöst, aber wenn es gar nicht vorkommt, ist es schwer, dafür zu ranken. Sie berechneten also, dass ein Wort, das in einem bestimmten Verhältnis zum restlichen Inhalt steht, den Inhalt für dieses Keyword optimieren würde, ohne als Spam eingestuft zu werden.

Das Hummingbird-Update von 2013 machte die Dinge noch komplizierter, indem es die "semantische Suche" bei Google einführte, die im Laufe der Jahre weiter verfeinert wurde. Im Wesentlichen begann Google, nicht mehr nur wörtliche Wörter und Sätze zu betrachten, sondern den Kontext aller geschriebenen Inhalte. Es begann, Nutzeranfragen auf der Grundlage der Absicht und der subjektiven Bedeutung zu bewerten, anstatt die Anfragen als exakte Wörter zu analysieren, und begann, den Inhalt der Website auf ähnliche Weise zu bewerten.

Aufgrund dieser Änderung ist es hypothetisch möglich, für einen Suchbegriff zu ranken, der auf Ihrer Website nicht ein einziges Mal vorkommt. Wenn Ihre Website über eine hohe Domain-Autorität verfügt und Inhalte zu einem bestimmten Thema verfasst, können Sie leicht Erfolg haben, selbst wenn Sie nur Synonyme und beschreibenden Text zu diesem Thema verwenden.

Heißt das nun, dass Sie auf die Verwendung von Keywords ganz verzichten sollten?

Die moderne Bedeutung von Keywords

In der heutigen SEO ist die funktionale Rolle von Keywords nicht verschwunden, sondern hat sich vielmehr weiterentwickelt. Früher waren Keywords ein Werkzeug, das man in seinen Inhalt einbauen konnte, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Heute sind sie eher eine leitende Kraft für Ihre Strategie.

Es ist wichtig, eine Keyword-Recherche durchzuführen, damit Sie Ihre Konkurrenz, die Absichten der Nutzer und sogar den Fluss der Websuchen und des Webverkehrs besser verstehen. Sobald Sie wissen, nach welchen Keywords und Ausdrücken Ihre Nutzer suchen und wie die Rankings Ihrer Konkurrenten aussehen, können Sie Ihre Ziele auswählen und Ihre Strategie darauf aufbauen.

Der große Unterschied besteht darin, dass es sich heute nicht mehr lohnt, eine konsequente Optimierung der Keyword-Dichte vorzunehmen – und Keyword-Stuffing ist ein absolutes No-Go. Tatsächlich sollten Ihre Zielkeywords nur eine Handvoll Mal in den Inhalten auftauchen, die Sie für sie optimieren. Stattdessen sollten Sie sich darauf konzentrieren, möglichst hochwertige Inhalte zu produzieren und so zu schreiben, dass sie sowohl informativ als auch natürlich sind. Mit besseren Inhalten und höherer Nutzerattraktivität (in Kombination mit einer Strategie für Linkaufbau und Content Outreach) sollten Sie keine Probleme haben, für die gewünschten Zielabfragen zu ranken - und gleichzeitig Google-Strafen zu vermeiden.

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