FTC klagt gegen Amazon – Was hat es mit „Project Nessie“ auf sich

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Die US-Handelsbehörde „FTC“ und 17 Bundesstaaten haben im September eine wegweisende Klage gegen Amazon eingereicht, die dem Online-Riesen vorwirft, ein Monopolist zu sein, der „eine Reihe ineinandergreifender, wettbewerbsfähiger und unfairer Strategien anwende“, um seine Marktmacht im Online-Handel zu festigen. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Klage und die verschiedenen Vorwürfe, die von der FTC und den Staaten vorgebracht werden.

Dieser Blogbeitrag befasst sich mit:

  • Preis Algorithmus von Amazon
  • Mehr Werbeanzeigen statt relevante Suchergebnisse
  • Suchanfragen verlieren an Relevanz
  • Hohe Umsätze dank unfairer Strategien

Irrelevante Werbeanzeigen verwässern relevante Suchergebnisse

Eine der zentralen Anschuldigungen betrifft die Qualität der Suchergebnisse auf der Amazon-Plattform. Normale Suchergebnisse werden durch irreführende und irrelevante Werbeanzeigen regelrecht verwässert, was den Marktplatzanbietern zu schaffen macht. Durch diese Entwicklung sehen sich diese dazu genötigt, verstärkt in Werbung zu investieren, um ihre Produkte überhaupt noch sichtbar zu machen, da ihre regulären Suchergebnisse durch die Überflutung mit Anzeigen immer weiter in den Hintergrund gerückt werden. 

Die Anzahl der Werbeanzeigen hat sich mehr als verdoppelt

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Preisalgorithmus von Amazon. Die FTC hat diesen ins Visier genommen und wirft dem Unternehmen vor, die eigenen Preise erst dann zu senken, wenn ein Marktplatzanbieter sie unterbietet. Dies führt dazu, dass diese Anbieter es schwer haben, in die begehrte „Buy Box“ zu gelangen und somit insgesamt weniger Umsatz generieren. Der Vorwurf lautet, dass Amazon seine Marktmacht gezielt missbraucht, um Konkurrenten zu benachteiligen. Amazon soll außerdem die Anzahl der Werbeanzeigen auf seiner Plattform mehr als verdoppelt haben, was es für Käufer erschwert, relevante Produkte zu finden. Interne Absprachen, die angeblich gelöscht wurden, könnten darauf hindeuten, dass Amazon bewusst die Transparenz bei der Anzeigenpolitik einschränkt, um mehr Profit zu generieren. Eine Führungskraft von Amazon soll sogar argumentiert haben, es sei absurd, die Werbeausgaben nicht zu erhöhen, da diese äußerst profitabel für das Unternehmen seien. Laut TFC hat eine systematische Löschung internationaler Absprachen auf der verschlüsselten Messaging-App „Signal“ zwischen Juni 2019 und Anfang 2022 seitens Amazon stattgefunden. Das Ziel dabei soll gewesen sein, interne Abläufe zu verschleiern und somit eine Bundesuntersuchung zu verhindern. Amazon weist die Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnet sie als „unbegründet“ und „unverantwortlich“.

Der geheime Preisalgorithmus

Das „Project Nessie“ ist ein geheimer Algorithmus von Amazon, der darauf abzielt, Preise so zu erhöhen, dass Konkurrenten gezwungen sind mitzuziehen. Berichten zufolge hat dieses Projekt Amazon einen Gewinn von über einer Milliarde Dollar eingebracht. Der Konzern hat das Projekt angeblich eingestellt, nachdem ihm bewusst wurde, wie brisant die Informationen werden könnten, sollten sie an die Öffentlichkeit gelangen. Unternehmenssprecher Tim Doyle hebt hervor, dass die Vorwürfe die Funktionsweise des Tools falsch interpretieren. Dieses wurde entwickelt, um ungewöhnliche Preisanpassungen zu verhindern, damit die Preise nicht so niedrig werden, dass sie nicht mehr tragbar sind.  Der Sprecher fügt hinzu, dass das Projekt nicht wie ursprünglich geplant verlief und bereits vor einigen Jahren eingestellt wurde.

Insgesamt bleibt abzuwarten, wie diese Klage gegen Amazon sich entwickeln wird. Die Vorwürfe sind vielfältig und reichen von der Beeinflussung von Suchergebnissen über unfaire Preispraktiken bis hin zu geheimen Absprachen. Sollten sich die Anschuldigungen als stichhaltig erweisen, könnte dies weitreichende Konsequenzen für den E-Commerce-Giganten haben und die Diskussion über Monopolbildung im digitalen Raum weiter anheizen.  

Welche Auswirkungen hat Project Nessie auf SEO?

Nachdem wir uns intensiv mit den aktuellen Klagevorwürfen gegen Amazon auseinandergesetzt haben, lenken wir nun unseren Blick auf ein überraschend eng verwandtes Thema – die Suchmaschinenoptimierung, auch als SEO bekannt. Es stellt sich die Frage, wie diese rechtlichen Turbulenzen das Online-Marketing beeinflussen könnten. Welche Auswirkungen hat die Klage gegen den E-Commerce-Riesen auf die Welt der SEO?

Ein Hauptklagepunkt betrifft die Beeinflussung der Suchergebnisse auf der Amazon-Plattform. Die verstärkte Schaltung von Werbeanzeigen führt dazu, dass Produkte von Marktplatzanbietern in den normalen Suchergebnissen in den Hintergrund rücken. Dies könnte bedeuten, dass Verkäufer vermehrt in bezahlte Werbung investieren müssen, um ihre Produkte sichtbar zu machen. Für SEO-Experten und Marktplatzanbieter könnte dies bedeuten, dass herkömmliche SEO-Strategien auf Amazon an Effektivität verlieren, während die Schaltung von Anzeigen auf der Plattform an Relevanz gewinnt. Es wird deutlich, dass eine kluge Anpassung von SEO-Strategien notwendig ist, um inmitten der wachsenden Bedeutung bezahlter Werbung erfolgreich zu bleiben. Damit rückt die sorgfältige Auswahl von relevanten Keywords im Produkttitel und den Produktbeschreibungen, sowie qualitativ hochwertiger Inhalt zunehmend in den Fokus.

In der sich ständig weiterentwickelnden Welt des Online-Marketings ist es entscheidend, die Auswirkungen von Klagen wie der gegen Amazon auf die SEO-Landschaft zu verstehen. Die Bedeutung von präzisen Keywords und einer durchdachten Beschreibung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Eine kluge Strategie in Bezug auf Suchbegriffe kann dazu beitragen, das Ranking von Produkten trotz möglicher Veränderungen durch externe Faktoren zu verbessern. Ein gut durchdachter Inhalt, der positiv auf die relevanten Keywords abgestimmt ist, bleibt somit unverzichtbar. Unternehmen sollten sich bewusst sein, wie sie ihre Inhalte gestalten, um besser in den Suchergebnissen platziert zu werden und somit den Herausforderungen der dynamischen Online-Welt erfolgreich zu begegnen.

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