Mann am Schreibtisch lächelnd vor dem Laptop mit Maus in der Hand
Alexander Zimpel

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Wie sich in unserem vorherigen Beitrag bereits herauskristallisiert hat, geht es SEO mehr als nur gut – besser denn je eigentlich. Wer in der Lage ist sich gemeinsam mit der Suchmaschinenoptimierung weiterzuentwickeln, muss sich nicht sorgen. Diejenigen aber, die SEO für tot erklären, können durch falsche wie verpasste Marketingmaßnahmen damit rechnen, dass es ihr Traffic auch sein wird.

Anpassung ist stattdessen der Schlüssel zum Erfolg in jedem Marketing-Kanal und notwendig, um diesen zu beherrschen und letztendlich zu meistern. Was vor Jahren sehr gut funktioniert hat, funktioniert heute wahrscheinlich gar nicht mehr so gut und ist in manchen Fällen vielleicht nicht einmal mehr erlaubt. Diese verpflichtende Dynamik, die eine Kerneigenschaft des Marketings selbst ist, betrifft aber nicht nur SEO, sondern auch Social Media, Branding, SEA oder beispielsweise E-Mail-Marketing.

Doch warum herrscht dieses Missverständnis so stark im SEO-Bereich? Es muss etwas geben, das die Meinungen spaltet und begründet, warum die große Behauptung im Raum steht, dass SEO im Sterben liegt – wenn nicht sogar schon unlängst tot ist.

Schließlich erlebt SEO im Jahr 2021 – und bereits davor – eine unglaubliche Hochphase und wächst in seiner Relevanz und Marketingkraft. Ein Instrument, das Google dominiert und auch zu einem großen Thema wird, über das die riesige Suchmaschinenfirma informiert. Wie passiert es also, dass SEO trotzdem von vielen für tot erklärt wird?

SEO ist tot, behaupten die Pessimisten

Wir reden bei diesem Irrtum leider nicht nur von einem Gerücht. Es gibt viele Marketingfachleute, die der festen Überzeugung sind und wirklich an den Tod der Suchmaschinenoptimierung glauben. Ob es nun daran liegt, dass es zu schwer war, dass es sich zu sehr verändert hat oder dass sie es einfach nicht geschafft haben, in den Google-Rankings aufzusteigen - sie glauben nicht mehr daran, dass SEO ein profitabler Marketing-Kanal ist.

Eine der meistgetätigten Aussagen ist es, dass SEO tot ist, weil es verwirrend sei, keine Standards hätte und es sich um schlechtes Marketing handle, das einfach nicht funktioniere.

Leider handelt es sich dabei um einen sehr großen Mythos, den Personen aus dem Marketing mit am häufigsten zu hören bekommen. Laut einer Umfrage des Search Engine Journal auf Twitter, stimmten 41 Prozent, dieses Gerücht bereits gehört zu haben. Es gibt zudem genug Medien, die diesen Mythos weiter schüren. Laut ihnen ist beispielsweise lokales SEO unlängst tot und wird stattdessen von integrierter regionaler Positionierung ersetzt. Klingt der SEO eigentlich ziemlich ähnlich, finden Sie nicht? Auch Suchanfragen zeigen, dass sich über 31 Millionen Ergebnisse finden lassen, sobald „SEO ist tot“ in die Suchmaschine eingegeben wird.

Sie sehen also, es gibt eine nicht zu verachtendes großes Lager, das der festen Überzeugung ist, SEO sei obsolet.

Offensichtlich gibt es genug Agenturen und Experten, die allein durch ihre Existenz zeigen, dass SEO alles andere als tot ist. Damit wir aber nicht nur auf die pure Realität von Agenturen und Experten eingehen, haben wir natürlich reichlich Daten und Erfahrung für Sie, um zu beweisen, dass SEO nicht tot ist, sondern lebendiger denn je.

4 Gründe warum SEO nicht tot ist

- SEO verändert sich stetig.

- SEO erfordert den nötigen Aufwand.

- SEO ist komplexer.

- SEO-Jobs und -Gehälter steigen.

Mann am Schreibtisch frustriert vor dem PC mit Brille in der Hand

Warum SEO nicht tot ist

Kehren wir also von den pessimistischen Mythenmachern zurück zur Realität der Marketingwelt. SEO ist nicht tot und mit diesem Anstieg an Relevanz, ist es schwer einzuschätzen, ob es überhaupt jemals passieren wird. Solange es Suchmaschinen gibt und die Möglichkeit den Algorithmus zu beeindrucken, sodass diese Maßnahmen mit Sichtbarkeit wie Traffic belohnt werden, wird SEO fortbestehen und immer wichtiger werden. Was die Pessimisten uns nämlich nicht verraten, ist, dass SEO eine der ROI-lastigsten Investments ist, die im Marketing herrschen. Zudem Suchmaschinenoptimierung sich auf einen langen Erfolg fokussiert und nicht kurzzeitige Kampagnen.

Das kann für den ein oder anderen schon frustrierend sein, wenn sein Marketing langfristig gepflegt werden muss, anstatt eine teure Investition zu tätigen. Doch egal wie groß der Pessimismus sein mag, SEO wird sich stets weiterentwickeln und alles, was es dafür fordert, ist die Anpassbarkeit Ihres Unternehmens und der SEOs. Wenn Sie das schaffen, dann halten Sie eins der stärksten Marketinginstrumente in den Händen.

Hier sind die Gründe warum.

SEO verändert sich stetig

Viele Menschen haben Angst vor Veränderung und das ist in vielerlei Hinsicht verständlich. Denn wenn etwas nicht kaputt ist, warum sollte es repariert werden? Tatsächlich kann es manchmal schwer zu sehen sein, dass etwas doch kaputt ist und altes SEO ist zumeist nicht ohne Grund überholt. Jede Änderung im SEO-Bereich hat zumindest ein Argument. Sei es schwach oder stark. Ein sehr starkes Argument ist zum Beispiel Black-Hat-SEO, mit dem Websites bis zum Jahr 2005 noch ungestraft davonkommen konnten.

Das große Problem – die Inhalte sollten nie einen Mehrwert für Nutzer:innen bieten und diese Rolle belegt ab einem gewissen Grad jeder von uns. Es sollte nur dem Algorithmus von Google imponieren, um sich im Ranking hoch zu positionieren und das System mit miesen Tricks zu übergehen. Zu diesen Black-Hat-Taktiken gehören zum Beispiel Keyword-Stuffing (so viele Keywords wie möglich auf die Seite schieben), Cloaking (dem Googlebot eine Version des Inhalts zeigen und dem Benutzer eine andere), Linkkauf (Websites dafür bezahlen, dass sie auf einen zurückverlinken) und vieles, vieles mehr.

Das hat die Seriosität von Webseiten in der organischen Suche massiv beeinträchtigt und für Nutzer:innen einfach nur erschwert. In den frühen 2000er eine harte Realität und ein Aufkommen lästiger Websites. Glücklicherweise passte sich Google an und verschärfte seine Standards und die Richtlinien. Dadurch waren Methoden wie Keyword-Stuffing und Co. nicht nur unwirksam. Sollte Google Seiten finden, die klägliche Versuche unternehmen, diese Taktiken heimlich zu implementieren, wird ohne zu zögern abgestraft. Das kann den Traffic der betroffenen Seiten stark reduzieren und sogar die Indexierung kosten.

Anstatt das System mit Black-Hat-Techniken auszutricksen, sind heutzutage White-Hat-Taktiken wie die Bereitstellung der besten Nutzererfahrung, die Beantwortung der Fragen Ihrer Nutzer:innen, die Erstellung einer schnellen Website und die Bereitstellung einer soliden Website-Architektur nicht nur die Top-SEO-Trends im Jahr 2021, sondern auch der schnellste Weg, um in der SEO erfolgreich zu sein.

SEO erfordert den nötigen Aufwand

Gutes SEO ist nicht einfach. Black-Hat-Taktiken waren dafür umso einfacherer. Es war möglich in der Theorie hunderte von relevanten Keywords abzutippen, sie in weiße Texte umzufärben und im selbig farbigen Hintergrund subtil zu verstecken. Voila: Keyword-Stuffing und Cloaking vom Feinsten. Der SEO-Traffic war sicher. Dafür benötigt es nicht viel Hirn und ärgert jeden Nutzer und jede Nutzerin, die auf diesen lästigen Seiten mit der Hoffnung auf Mehrwert landen, nur um enttäuscht zu werden.

Dieses Problem ist jetzt nicht mehr. Das bedeutet tatsächliche Arbeit, die für SEO getan werden muss. Etwas, dem die bequemen Trickser und Pessimisten hinterhertrauern und SEO deshalb ganz dramatisch bereits in einen Sarg gebettet haben.

Heute stehen Ihre Nutzer:innen im Fokus! Das heißt für Sie qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren, die für Ihre Zielgruppe tatsächlich relevant sind – und zwar von Anfang bis Ende. Hier darf nicht nachgelassen werden. Sie müssen eine schnelle Seite erstellen, die in weniger als drei Sekunden lädt. Sie müssen sich auf inhaltliche und technische SEO konzentrieren, gute Titel-Tags und Metas schreiben, ein stimmiges Seitenlayout entwerfen, Ihre XML-Sitemaps aktualisieren, sicherstellen, dass Google Ihren Inhalt rendern kann und vieles mehr.

Wenn letzteres schwieriger klingt, dann ist es das auch. SEO erfordert im Jahr 2021 viel mehr Arbeit als noch im Jahr 2000. Wenn Sie nicht bereit sind, sich in die Materie einzuarbeiten und wirklich die bestmögliche Erfahrung für Ihre Nutzer:innen und den Googlebot zu bieten, wird SEO für Sie nicht funktionieren. Nicht umsonst ist SEO so unglaublich lukrativ. Wer es wirklich meistert, wird mit hohen Trafficzahlen und Leads belohnt.

Mann vor Laptop macht sich Notizen und lernt

SEO ist komplexer

Unabhängig davon, ob Sie mit Content- oder technischem SEO begonnen haben, ist die SEO-Arbeit wahrscheinlich viel komplizierter geworden als zu Beginn Ihrer Tätigkeit. Was früher funktioniert hat, funktioniert heute oft nicht mehr. Um im Content-SEO erfolgreich zu sein, müssen Sie ein vernünftiges Seitenlayout mit logischen Überschriften, Textinhalten, Hyperlinks, Bildern, Videos und Übergängen erstellen. Wer keinen schriftstellerischen Hintergrund oder kein eigenes Content-Team hat, wird sich damit oftmals schwertun.

Auf der technischen Seite ging es bei SEO früher nur um aktualisierte XML-Sitemaps, robots.txt-Dateien und HTML. Heute sind Teamwork, Site-Architektur, JavaScript, dynamisches Rendering, Pre-Rendering, Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID) und kumulative Layout-Verschiebung alles Themen, die SEO begreifen muss.

Egal, ob Sie in den inhaltlichen oder technischen Rängen aufgestiegen sind, die Chancen stehen gut, dass Sie ein paar neue Aspekte des modernen Webs lernen mussten, die zunächst verwirrend erschienen. Mit Ausbildung und Praxis lernen die erfolgreichsten SEOs, diese einst verwirrenden Strategien zu meistern und sie so umzusetzen, wie es vorgesehen ist.

SEO-Jobs und -Gehälter steigen

Wenn SEO tot ist, warum stellen dann mehr Unternehmen SEOs ein und zahlen höhere Gehälter? Nun, weil SEO eben nicht tot ist.

Laut Conductor's 2020 Guide zu Jobtrends und Gehältern haben sich die SEO-Jobs im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt und sind 2020 um 8 Prozent gestiegen. Während 8 Prozent nicht sehr hoch klingen, sanken Content-Marketing-Jobs im Jahr 2020 um 38 Prozent. Diese Zahlen zeigen ein erhöhtes Interesse an SEO, aber sie beweisen auch, dass mehr Unternehmen SEO ins Haus holen.

Was die Vergütung betrifft, so ist das durchschnittliche SEO-Gehalt seit 2019 um 8 Prozent gestiegen (von 68.150 US-Dollar auf 73.167 US-Dollar). Die Gehälter für SEO-Spezialisten, Analysten und Manager stiegen alle von 2019 bis 2020. Darüber hinaus lag das durchschnittliche SEO-Direktor-Gehalt, das erstmals 2020 von Conductor verfolgt wurde, bei 117.100 US-Dollar.

Viele Branchen und Berufe sahen im Jahr 2020 aufgrund von COVID-19 einen Rückgang, aber SEO-Karrieren rentieren sich mehr denn je, trotz der Pessimisten, die behaupten, dass es tot ist.

Return On Investment SEO ROI Grafik

Fazit: Warum Sie in SEO investieren sollten

In Anbetracht der oben genannten Trends, des Return on Investment für diejenigen, die SEO gut machen und der folgenden Statistiken, die Google im März 2021 bekannt gab, ist es ein absolutes Muss weiter zu investieren:

Im Durchschnitt führen die lokalen Suchergebnisse jeden Monat zu mehr als vier Milliarden Zugriffen für die Unternehmen. Davon gehören mehr als zwei Milliarden zu den Besuchen der Websites und Funktionen wie Telefonanrufe, Wegbeschreibungen, Essensbestellungen und Reservierungen.

Jeden Monat verbindet die Google-Suche Menschen mit mehr als 120 Millionen Unternehmen, die selbst keine Website betreiben. Google sendet dabei jeden Tag Milliarden von Besuchern und Besucherinnen auf Websites. Der Datenverkehr, den Google ins Web schickt, hat seit der Gründung von Google Search jedes Jahr zugenommen.

Die Google-Suchergebnisseite, die früher 10 blaue Links anzeigte, zeigt jetzt, auf einer einzigen Suchergebnisseite auf dem Handy, durchschnittlich 26 Links zu Websites an.

Veränderungen sind beängstigend, aber diejenigen, die sich umorientieren und anpassen, ernten die Früchte, die Pessimisten verpassen. Denken Sie daran – trotz all der Änderungen, die wir jedes Jahr bei Google sehen, läuft SEO auf ein Grundprinzip hinaus: Google dabei zu helfen, die Anfragen der Nutzer:innen zu beantworten. Wie Sie das tun, liegt an Ihnen. solange Sie Ihrer Zielgruppe die Antworten liefern, die sie sucht (und das wann sie wollen und wie sie es wollen), werden Sie in der SEO erfolgreich sein.

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Team Seo Marketing Koeln