Disavow nutzen
Alexander Zimpel

Veröffentlicht am
Zuletzt aktualisiert:

John Mueller beantwortet im Namen von Google die Frage, ob das Einbinden eines Link-Disavow ein negatives Bild über die Seite signalisiert, die es verwendet.

Denn etwas, das bislang unklar war, ist, ob die Verwendung des sog. Disavow ein Signal dafür ist, dass eine Website womöglich verdächtig sein könnte.

Link-Disavow-Tool - Was ist ein Link-Disavow-Tool?

Einfach erklärt, ist das Link-Disavow-Tool ein Tool der Google Search Console. Dort kann Google mitgeteilt werden, dass bestimmte Links, die auf die eigene Website verweisen, ignoriert werden sollen. Es wurde stark von der SEO-Community gefordert, um den Umgang mit Websites, die von Googles Penguin Update Mitte der 2000er Jahre betroffen waren, zu erleichtern.

Einsatzmöglichkeiten des Disavow-Tools: Rankings verbessern

Stück für Stück sollte das Disavow-Tool helfen die Rankings von unschuldigen Websites zu verbessern, die nichts falsch gemacht hatten, aber trotzdem nach Spam aussehende Links besaßen. Denn man vermutete, dass die nach Spam aussehenden Links dafür sorgten, dass die betroffenen Seiten ihre Rankings verloren.

Diesbezüglich gab es Beweise von Herausgebern, die darauf deuteten, dass das Benutzen von Disavow, um im Ranking aufzusteigen, tatsächlich nicht hilft im Ranking aufzusteigen.

Verwendungen des Disavow-Tools: Erholung von “Negative-Link“-Angriffen

Eine andere Verwendung des Disavow-Tools, die sich entwickelt hatte, war der Schutz vor dem sog. “negative links“-Angriffs. Man versteht diese Form des Angriffs unter einer hohen Anzahl von Spam-Links eines Konkurrenten, die auf eine Seite verweisen und dieser so schaden.

Dieser schmutzige Trick findet seinen Ursprung in der Glückspiel-Branche. Der Online-Glücksspielbereich ist hart umkämpft und ein Umfeld mit hohem Ranking-Druck. Daraus hat sich schließlich die Strategie des “negative link“-Angriffs als Maßnahme entwickelt.

Die ursprüngliche Verwendung des Disavow-Tools: Bezahlte Links

Der Grund warum Publisher eigentlich nach einem Disavow-Tool gefragt hatten, war die Bereinigung der Backlinkprofile von Websites, die von den Spam-Link-Methoden Gebrauch gemacht hatten. Denn ganz am Anfang hatte jede Seite, die jemals das Disavow-Tool verwendet hatte, auch gegen die Webmaster Richtlinien von Google bezüglich Links verstoßen.

Markiert das Einbinden eines Disavow die Seite als unseriös?

Es war ganz normal, dass viele über die Jahre einen Verdacht hegten, dass das Einbinden eines Disavow dafür sorgte, dass die Website entsprechend verdächtig wirkt. Es war so als würde man durch die Einbindung des Disavow im gleichen Atemzug gestehen, dass die eigene Seite tatsächlich auch verdächtig ist.

Wenn es also irgendwo eine Liste bei Google gibt, die Websites vermerkt, welche freiwillig dubiose SEO-Praktiken anwenden, würden sicherlich auch diejenigen auf der Liste zu finden sein, die eine Disavow-Datei hochgeladen haben.

Es wurde allgemein vermutet, dass das Disavow-Tool die einfachste Möglichkeit ist, um fragwürdige Websites schnell zu identifizieren.

Und das ist der Hintergrund zu der Frage, die John Mueller bekam

Hierbei handelt es sich um die folgende Frage:

„Wird eine Domain irgendeine Markierung tragen, nachdem das Disavow-Tool benutzt wurde, das die Seite… irgendwie zurückhalten könnte?“

John Mueller macht ab und zu eine Pause, um über seine Antwort nachzudenken. Vor allem, wenn die Komplexität einer Frage eine Antwort verlangt, die ein Ja, ein Aber und ein Nein beinhält.

Bei dieser Frage gab es jedoch keine Mehrdeutigkeit in der Antwort.

Mueller antwortete schnell:

„Nein, das Disavow-Tool ist eine rein technische Angelegenheit, die unserem System sagt diese Links zu ignorieren.

Es ist kein Eingeständnis von Schuld oder irgendetwas Schlechtes dieser Art, wenn man ein Disavow-Tool nutzt.

Es ist nicht der Fall, dass wir sagen, Sie benutzen das Disavow-Tool, also müssen Sie wohl auch Links kaufen.

Eigentlich ist es wirklich nur eine Art zu sagen, nun… ich möchte nicht, dass diese Links in Betracht gezogen werden.

Und manchmal ist das wegen Dingen, die Sie getan haben oder jemand in der Vergangenheit getan hat, der an Ihrer Seite gearbeitet hat.

Manchmal sind es einfach Dinge, von denen Sie nicht möchten, dass Google sie in Betracht zieht – aus welchem Grund auch immer.

Und beides dieser Dinge sind gute Situationen, nicht wahr? Es ist, als ob Sie bemerken, dass es ein Problem gibt und das ist ein Tool, das Sie nutzen können, um dieses Problem zu lösen. Und das ist keine schlechte Sache.

Also ist es nicht der Fall, dass es irgendeine Art von roter Markierung oder eine Flagge gibt, die weitergegeben wird, nur weil Ihre Webseite das Disavow-Tool verwendet hat.“

Die Verwendung des Disavow-Tools kennzeichnet eine Website nicht als verdächtig

Wenn man bedenkt, wie schnell Mueller diese Frage beantwortet hat, kann man sich Sicher sein, dass Google die Website unmöglich schlecht bewertet, nur weil diese ein Disavow-Tool hochgeladen hat.

Es berücksichtigt außerdem, dass es viele unschuldige Websites mit guten Intentionen gibt, die ein Disavow-Tool hochladen. Denn würde Google eine negative Bewertung für alle Nutzer des Disavow-Tools geben, würde es dies schlussendlich für die guten Seiten schwerer machen zu ranken.

Und das wäre letztendlich eine Lose-Lose-Situation für alle beteiligten.

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