Person auf Sofa am Laptop mit Update Schriftzug rechts daneben
Annika Reimert

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Nach der Verschiebung von Mai auf Juni ist es fast so weit – das Page Experience Update wird ausgerollt. Der Fokus liegt erstmalig auf den mobilen Endgeräten. Die sogenannten Faktoren der Page Experience zählen dann offiziell als wichtige Signale und sorgen, bei erfolgreicher Umsetzung, für höheres Ranking. Wer sich nicht auf die Änderungen vorbereitet, könnte im Juni mit möglichen Einbußen in den Suchergebnissen rechnen. Deshalb als Appell an Sie: Vergessen Sie nicht sich vorzubereiten und alle nötigen SEO-Maßnahmen zu treffen, um Ihre Website entsprechend aufzubessern.

Da mobile Websites ohnehin bereits ein unfassbar wichtiges Kriterium für Google sind und den Suchmaschinenmarkt als Medium dominieren, sollte jedem bewusst sein, dass mobile SEO unabdingbar ist.

Kürzlich wurde auf der stattfindenden Google I/O offiziell angekündigt, dass auch die Desktop-Suche von den Core Web Vitals betroffen sein wird. Der Produktmanager Googles, Jeffrey Jose, erläuterte in der Google I/O, dass jedes Endgerät wichtig sei, weshalb der Fokus nicht allein auf den mobilen Endgeräten liegt, sondern auch die Desktops betreffen wird.

Da sich das Smartphone als beliebtestes Gerät für die Suche herauskristallisiert hat, ist es nachvollziehbar, warum das Update seine Priorität auf diese Endgeräte setzt. Auch wenn bislang unklar ist, wann das Desktop-Update stattfinden wird, ist jeder gut beraten, sich darauf vorzubereiten. Die Kriterien kennen wir schließlich. Oder?

Wer von Ihnen den Kopf schüttelt oder sich der Kriterien bewusst ist, aber nicht genau versteht, wie Sie funktionieren; dann möchten wir Ihnen im Rahmen dieses Beitrags noch einmal genau erklären, welche Kriterien von Beginn an zu den Core Web Vitals gehören und welche neu hinzugekommen sind.

Wir sprechen heute über die folgenden Themen:

  • Was sind Core Web Vitals
  • Die drei Kernmerkmale
  • Die neuen Kriterien des Updates für Juni
  • Auf das Page Experience Update vorbereiten durch SEO
UX aus Icons zusammengesetzt mit Schriftzug darunter, der sich User Experience liest

Was sind Core Web Vitals?

Bei den Core Web Vitals handelt es sich in erster Linie um Qualitätssignale, die Google den Betreibern von Websites bereitstellt. Durch sie kann besser nachvollzogen werden, wie stark die User Experience (Nutzererfahrung) der eigenen Website ist.

Angegeben werden die Core Web Vitals über deutliche Kennzahlen. Das kann sehr stark helfen, zu verstehen, welche Schwachstellen die eigene Website hat und wieso das Ranking vielleicht nicht in der gewünschten Position ausfällt.

Denn die Kennzahlen, die der Betreiber der Website sieht, sind Signale, die die Google Suchmaschine schon längst erhalten und bewertet hat.

Die Kernmerkmale waren zu Beginn der Ladevorgang, die Interaktivität und die visuelle Stabilität.

Core Web Vitals – Kriterien

Um dank der Kennzahlen Optimierungen an der Website durchzuführen, ist es notwendig sie zu begreifen. Das sind die ersten drei großen Kennzahlen der Core Web Vitals von Google:

Largest Contentfult Paint (LCP): Hierbei handelt es sich kurz gesagt um die Ladezeit einer Website. Die Kennzahl gibt die Dauer des Ladevorgangs an, bis hin zu dem Punkt, an dem alle Hauptinhalte der Website vollständig geladen sind. Der Idealwert, der von der Suchmaschine vorgegeben ist, beläuft sich auf etwa 2,5 Sekunden. Hier gilt, umso schneller desto besser. Natürlich bedeutet das nicht, dass Ihre Website unfassbar schnell, innerhalb Millisekunden, laden muss.

  • Warum ist das so wichtig? Hierbei hilft es immer, wenn Sie sich selbst in die Situation eines Besuchers oder einer Besucherin Ihrer Website hineinversetzen. Stellen Sie sich vor Sie brauchen dringend eine Antwort auf eine Frage und klicken auf einen Link in den Suchergebnissen, von dem Sie sich die Antworten erhoffen. Nun lädt die Seite aber bei jedem Klick fast vier Sekunden. Die Hemmschwelle, weiter die Website zu durchforsten, wird immer größer. Neben der geringen PageSpeed erkennt die Suchmaschine auch die Absprungrate.

First Input Delay (FID): FID beschreibt die Interaktivität Ihrer Website. Um daraus eine Kennzahl zu kreieren, misst Google die Zeit, in der User:innen auf den Link zu Ihrer Website klicken und bis zu dem Punkt, an dem auf eine Schaltfläche getippt wird (oder ein ähnliches interaktives Element). Eine gute User Experience verzeichnet einen FID von weniger als 100ms. Alles darüber bedarf Verbesserung.

  • Warum ist das so wichtig? Nicht nur eine Seite muss schnell laden, auch die Interaktionselemente sollten eine schnelle Ladefähigkeit vorweisen. Andernfalls wird es wie im vorherigen Punkt sehr frustrierend für den Benutzer oder die Benutzerin sein. Zoomen und Scrollen zählen zum Beispiel nicht zu einer ersten Interaktion. Allgemein lässt sich damit ein grober Überblick über den ersten Eindruck der Nutzer:innen, in Bezug auf die Website, gewinnen. Umso geringer die FID, desto besser die Nutzererfahrung.

Cumulative Layout Shift (CLS): Die CLS befasst sich mit der allgemeinen visuellen Wirkung der Website auf die Nutzer:innen. Damit gemessen werden kann, wie Nutzerfreundlich das Layout ist, hat Google auch hier ein Messsystem für klare Kennzahlen entwickelt. Es wird demnach gemessen, wie sich die einzelnen Layout-Elemente während der Nutzung verschieben. Hierbei gibt Google einen idealen Wert von etwa 0,1 oder niedriger vor.

  • Warum ist das so wichtig? Stellen Sie sich vor, Sie klicken ein kleines Element an und es verschiebt sich komplett. Im schlimmsten Fall ist die Seite absolut unübersichtlich und macht sich selbstständig. Eine gute Website sollte intuitiv bedienbar sein und sich nicht in ein Suchspiel verwandeln. Kein:e Nutzer:in hat Spaß daran, wenn sie beispielsweise einen Blogbeitrag lesen, dass sich durch leichtes scrollen der ganze Text verschiebt und Nutzer:innen komplett aus dem Lesefluss gerissen werden.
Frau neben Laptop sitzen wie sie einen lachenden Smiley hochhält

Die Kriterien des Updates für Juni

In dem neuen Update geht es vor allem darum, dass sich die neuen Kriterien mit den alten kombinieren lassen. Sie können also als supportende Faktoren gesehen werden, durch die die Core Web Vitals noch präziser dargestellt werden können.

Doch für das bessere Verständnis möchten wir die Signale erläutern:

Mobile-Friendliness: Handy dominieren mehr und mehr die Suchergebnisse – das hatten wir bereits etabliert. Genau aus diesem Grund ist es für Google ein großes und wichtiges Signal, dass die Websites einwandfrei auf mobilen Endgeräten funktionieren und ein responsives Design angewandt wurde.

  • Warum ist das so wichtig? Früher wurde mit dem Smartphone nicht viel getätigt außer Anrufe oder kurze SMS. Der Internetknopf löste Angst in den meisten aus – viel zu teuer. Heute liegt es viele Jahre zurück und fast jeder besitzt ein Handy für – besonders für den Internetaspekt. Wir leben in dem Luxus, dass wir unterwegs schnell eingeben können, wonach wir suchen und Google uns passende Ergebnisse liefert. Wenn eine Website jedoch teilweise abgeschnitten ist und einige Elemente sich nicht erreichen lassen, ist sie im Kern für mobile Endgeräte komplett nutzlos. Ein großes Problem für Google wie auch für Ihren Umsatz!

Safe-Browsing: Dank des Security Issue Reports lassen sich ab dem Update ganz einfach Probleme über die Sicherheit der Websites anzeigen. Jetzt werden Sie gewarnt, ob Sie von Malware, trügerischen Seiten, schädlichen oder ungewöhnlichen Downloads betroffen sind. Dadurch können Sie diese eventuellen Probleme schnellstmöglich beheben.

  • Warum ist das so wichtig? Ganz simpel geantwortet: Weil Sicherheit im Internet eines unserer größten Bedürfnisse ist. Niemand geht gerne auf merkwürdige Seiten oder klickt einen Download-Button, ohne zu hinterfragen, ob es wirklich sicher ist. Einen Virus und Schaden am Computer davonzutragen, ist für manche nicht nur ein Ärgernis, sondern kann zu einem kostspieligen Problem werden. Wenn Sie betroffene Inhalte auf Ihrer Website integriert haben – ob unwissentlich oder nicht – und Nutzer:innen dadurch Viren o. ä. erhalten, ist das nicht nur schlecht für Ihr Image, sondern ebenfalls für das Ranking und alles, was Ihre Website ausmacht. Ist ein Vertrauen wie dieses einmal gebrochen, ist es fast unmöglich, es wieder aufzubauen. Anders als bei einer schlecht strukturierten Website z. B. Dieses Problem wird sich außerdem schnell rumsprechen.

HTTPS-Security: Das A und O einer jeden Website, dass sich ganz leicht in Form des Schlosssymbols neben der URL finden lässt. Für User:innen wie Betreiber einer Website ein einfach verständlicher Indikator. Ganz einfach zu erreichen, indem Sie ein Serverzertifikat nutzen (SSL).

  • Warum ist das so wichtig? In Anlehnung zum oberen Punkt handelt es sich um ein und dieselben Gründe. Jedoch mit dem Unterschied, dass es hier um persönliche Daten Ihrer Nutzer:innen geht, die unter Umständen – bei fehlender Verschlüsselung – an Dritte und illegal ins Web gelangen. Damit kommen Sie Ihrer Verantwortung nicht nach und brechen eine große Vertrauensbasis. Zumal das Schlosssymbol ein sehr einfacher Indikator ist und bei Fehlen zu einer hohen Absprungrate führt, da User:innen wissen, dass Seiten ohne dieses Symbol mit Vorsichtig oder besser gar nicht zu genießen sind.

Intrusive Interstitial Guidelines: Was kompliziert klingt, betrifft einfach gesagt nur die Pop-Ups Ihrer Website – vor allem aber die Größe. Abgesehen von notwendigen Pop-Ups, wie Altersverifizierungen oder Bestätigung der Cookies, sollten keine unnötig großen Pop-Ups ungefragt die User Experience der Besucher:innen stören. Weniger ist also deutlich mehr. Bereinigen Sie Ihre Seite also von Pop-Ups, auf die Sie eigentlich verzichten können oder reduzieren Sie ihre Größe.

  • Warum ist das so wichtig? Niemand mag Pop-Ups. Seien wir ehrlich zu uns selbst. Das große Problem ist, dass sie vor allem als ungefragte Werbung bekannt sind und gerade beim Stichwort ungefragt, sind sich die meisten einig, dass das nie eine schöne Sache ist. Egal ob im Internet oder im normalen Alltag. Wenn sie dann noch schlecht zu schließen sind, einen verfolgen oder immer wieder auftauchen, ist das Ärgernis vollständig. Die einzige Reaktion Ihrer Besucher:innen „Bloß weg hier!“.
Grafik mit Figuren, die Ihre Website Page Experience Update gerecht aufbauen

Auf das Page Experience Update vorbereiten durch SEO

Sie sehen also, in der Theorie ist es gar nicht so schwer diese Signale zu verstehen und nachzuvollziehen, warum sie für Google so wichtige Qualitätsmerkmale sind. Im Endeffekt ist Ihnen schon viel Arbeit abgenommen, wenn Sie anhand von Zahlen und Fakten eine grobe Übersicht bekommen, wie es sich mit der Performance Ihrer Website beläuft.

Wissen Sie um diese Faktoren, können Sie die Problemlösung angehen – dank Suchmaschinenoptimierung. Keine Maßnahme ist besser, als die Seite von Grund auf zu Pflegen und sich auf das Update der Page Experience vorzubereiten. So büßen Sie nicht an Ranking ein, sondern gewinnen Vorteile und Sichtbarkeit gegenüber denjenigen, die nachlässig sind.

Letzten Endes beginnt SEO ohnehin auf dem Desktop und überträgt die Optimierungsmaßnahmen auf ein ebenso perfekt umgesetztes Responsive Design für die anderen Endgeräte. Wer sich also jetzt schon auf das Mobile Update vorbereitet, tut dies automatisch auch für die Desktop-Version, sofern Sie in gutes SEO investieren oder sich selbst an die Suchmaschinenoptimierung wagen.

Unser letzter Tipp: Nutzen Sie die Chance und behaupten Sie sich jetzt mehr denn je gegen die Konkurrenz.

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Team Seo Marketing Koeln