Website mit HTTPS
Alexander Zimpel

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Warum HTTPS fĂŒr SEO ein Muss ist

UngeschĂŒtzter Datentransfer ist ein gefundenes Fressen fĂŒr Hacker und gerade dann ist man fĂŒr ebenjene eine große AngriffsflĂ€che. Oftmals wiegen wir uns jedoch in falscher Sicherheit, weil wir bislang einfach noch nicht betroffen waren. Doch wussten Sie, dass einer von drei Amerikanern jĂ€hrlich Opfer eines Angriffs von einem Hacker wird? In Zahlen gesprochen ist das ein Hackerangriff, der alle 39 Sekunden stattfindet.

Gerade heutzutage möchte man ungern, dass ein Hacker zugriff auf den eigenen E-Mail-Verkehr oder gar ein Online-Konto hat. Jeder der selbst bereits Opfer war, weiß, mit wie viel Stress so ein Angriff verbunden ist.

Doch wie verhindert man solche Angriffe nun? Der wohl wichtigste Schritt ist und beginnt bei der Sicherheit der Website und wenn Sie wissen möchten, wie Sie diese Sicherheit erreichen, sind Sie hier genau richtig – denn nichts ist wichtiger als HTTPS!

Wenn Sie also auf eine sichere Website setzen möchten, besteht der erste Schritt darin den gravierenden Unterschied zwischen HTTP- und HTTPS-Webseiten zu kennen und zu verstehen. Sobald Sie um diesen Unterschied wissen, wird Ihnen auch bewusstwerden, wann Sie den Wechsel von HTTP auf HTTPS vornehmen sollten, um Sie und Ihre Webseiten-Besucher zu schĂŒtzen. Als Belohnung fĂŒr diese Sicherheitsmaßnahme verbessern Sie dadurch auch Ihre SEO.

Also – finden wir’s heraus!

SSL Schloss und rotes Schutzschild mit Frau im Hintergrund

HTTP und HTTPS: Wo ist der Unterschied?

Wenn wir in Richtung der AnfĂ€nge des Internets blicken, dann gab es zuvor kein HTTPS. Alles lief ĂŒber HTTP und wurde zur Übertragung der Informationen von Server zu Browser genutzt. Doch es wird Ihnen nicht unbemerkt geblieben sein, wie viele Webseiten zu HTTPS wechseln (und es werden immer mehr). Darunter funktioniert keine große Webseite wie YouTube, Amazon oder Facebook ohne HTTPS. Auch Google belohnt die Seiten seit 2014 fĂŒr den Wechsel in Form eines Bewertungsaufschlags.

Jetzt fragen Sie sich zu Recht, wieso das ganze? Was macht HTTPS so besonders, dass selbst Google belohnende Maßnahmen trifft?

Um das zu verstehen, sollten wir damit beginnen, was HTTP und HTTPS eigentlich sind und welche Zwecke beide fĂŒr Ihre Webseite erfĂŒllen bzw. eben nicht erfĂŒllen.

HTTP

HTTP oder auch Hyper Transfer Protocol gibt es bereits seit der Entstehung der Webseiten. Wie der Name schon sagt, ist es der Sinn von HTTP die Daten von Webservern zu den jeweiligen Browsern zu ĂŒbertragen. Durch diesen Transfer war das Betrachten der Webseite fĂŒr den Nutzer möglich.

Zusammengefasst ermöglicht HTTP also die Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen. Doch es gibt ein großes Problem.

Das Hauptproblem ist, dass HTTP wenig Datenschutz bietet. Praktisch jeder kann die Informationen der Übertragung einsehen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass es viel einfacher ist, ebenjenen sichtbaren Inhalt zu verĂ€ndern oder sich Zugang darauf zu verschaffen.

HTTPS

HTTPS steht mit Hypertext Transfer Protocol Secure fĂŒr die sichere Variante des HTTP. GrundsĂ€tzlich funktionieren Sie Ă€hnlich, außer, dass HTTPS mit einer Schutzfunktion agiert. Hierbei wird der Datentransfer verschlĂŒsselt und die Informationen bleiben geschĂŒtzt.

Durch diese VerschlĂŒsselungsebene wird es Hackern erschwert Daten einfach zu stehlen. Vor 2014 nutzten lediglich E-Commerce-Webseiten die VerschlĂŒsselungsmethode, um wichtige Zahlungsinformationen zu schĂŒtzen. Aber gerade dadurch, dass der Informationsfluss zwischen den Webseiten immer komplexer wird und nicht mehr nur E-Commerce-Seiten mit wichtigen Daten arbeiten, ist der Wechsel zu HTTPS immer beliebter und rasanter geworden.

Der Schutz wird hierbei durch ein SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) gewĂ€hrleistet. Durch dieses entsteht die VerschlĂŒsselung der Verbindung, denn gerade beim Transfer sensibler Informationen ist ein Schutz vor Diebstahl wichtig.

Das „S“ macht den Unterschied

Beides – HTTP wie HTTPS – wird zum Transfer von Informationen von Server zu Webbrowser verwendet. Der Kernunterschied ist dabei das SSL-Zertifikat bzw. das „S“ in HTTPS. Eine VerschlĂŒsselung dieser Art ist fĂŒr jede Website notwendig, die mit sensiblen Daten hantiert. Darunter Bankleitzahlen, Passwörter, Versicherungsnummern o. Ă€.

Dies funktioniert, da das SSL-Zertifikat die Informationen in einen sicheren Code umwandelt und die jeweilige Information somit verschlĂŒsselt. D. h. sollte ein Hacker Informationen erfolgreich gestohlen haben, wird er sie durch den Geheimcode sehr wahrscheinlich nicht verstehen bzw. entschlĂŒsseln können.

Doch das ist noch nicht alles. Ein TLS-Protokoll (Transport Layer Security) ist eine weitere Sicherheitskomponente des HTTPS. Hierbei wird die VerfĂ€lschung durch Watering-Hole-Angriffe oder VerĂ€nderungen der DatenĂŒbertragung verhindert.

TSL bietet darunter auch eine Site-Authentifizierung. Sie gibt Besuchern Ihrer Website die Gewissheit, wofĂŒr HTTPS steht – dass Daten dort ankommen, wo sie ankommen sollen und nicht unterwegs gestohlen und missbraucht werden können.

HTTPS vs HTTP GRafik

Ist HTTPS besser?

­Der Sicherheitsvorteil ist dem HTTPS nicht abzusprechen. Wer möchte nicht seine Daten geschĂŒtzt wissen? Nichtsdestotrotz empfiehlt sich HTTPS vom Nutzen vor allem fĂŒr Seiten, die mit sensiblen Informationen agieren. Sollte Ihre Website keine privaten Informationen von Nutzern speichern, kann eine Umstellung sogar ernsthafte Probleme mit sich bringen.

Aber: Neben der zusĂ€tzlichen Sicherheit die HTTPS bietet, können Sie auch von SEO-Vorteilen profitieren und gerade ein gute SEO bringt Ihnen die besten Konditionen fĂŒr Reichweite und Umsatz.

Darum unterstĂŒtzt HTTPS Ihr SEO

TatsĂ€chlich kann der Umstieg auf HTTPS Ihre SEO-BemĂŒhungen stark nach vorne treiben. Wer also auf ein gutes SEO setzt oder setzen möchte, kann durch den Umstieg folgende SEO-Vorteile genießen:

Erhöhtes Ranking

Ein Vorteil entsteht durch Googles Bevorzugen der HTTPS-Seiten und einer entsprechend relevanteren Einstufung in den Suchergebnissen. Hinzu kommt ein langfristiges Wachstum, da Besucher sichere Webseiten bevorzugen. Gerade Antivirenprogramme neigen dazu unsichere Websites auch als solche zu markieren und die Nutzer „zu warnen“. Das kann oft viele Besucher abschrecken.

Zumal HTTPS-Seiten von einem bekannten Schlosssymbol gekennzeichnet werden, wodurch der Nutzer sich automatisch sicherer fĂŒhrt.

Vertrauensaufbau der Besucher

All diese Sicherheitsmerkmale geben den Nutzer ein starkes GefĂŒhl von Sicherheit und Ihrer Website wird ein grĂ¶ĂŸeres Vertrauen geschenkt. Besucher werden es zu schĂ€tzen wissen, wenn Ihre Informationen geschĂŒtzt werden. Das beinhaltet außerdem die PrivatsphĂ€re beginnend bei dem Schutz wĂ€hrend Anmeldungen, Downloads oder bspw. KĂ€ufen.

Schutzmaßnahmen dieser Art genießen großes Vertrauen bei den Nutzern. Gerade SicherheitslĂŒcken sorgen fĂŒr den Verruf vieler Unternehmen und im schlimmsten Fall kostet es dazu noch Zeit und Geld. Mit HTTPS haben Sie diese SicherheitslĂŒcken nicht.

Voraussetzung fĂŒr AMP

AMP-Seiten (Accelerated Mobile Pages) sind in unserer heutigen Zeit die wohl wichtigste Form der Website. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich um die Optimierung Ihrer Website fĂŒr MobilgerĂ€te. In Zeiten, in der die Smartphones das wohl am meisten genutzte Medium fĂŒr die Informationsbeschaffung im Internet sind, ist es umso wichtiger eine schnell zugĂ€ngliche Website dafĂŒr bereitzustellen. Wer eine AMP-Seite erstellen möchte, kann dies ohne eine HTTPS-Seite nicht tun.

Dank AMP lĂ€dt die Website auf mobilen EndgerĂ€ten schneller und passt sich den jeweiligen Bildschirmen an (responsive design). FĂŒr Google sind mobile Webseiten der Rankingfaktor schlechthin!

Gerade das Ranking in der mobilen Suche und das lokale SEO sind wichtige Faktoren fĂŒr die allgemeine Platzierung Ihrer Website. Ein Umstieg auf HTTPS kann Sie also sehr in Ihren SEO-Maßnahmen unterstĂŒtzen.

HTTPS in grĂŒn mit Haken und HTTP in rot mit X

Auf die richtige Umstellung kommt es an – vor allem fĂŒr SEO

Man sollte die Umstellung von HTTP auf HTTPS nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es gibt sogar einige FĂ€lle, in der sich die Umstellung, entgegen aller Vorteile, negativ fĂŒr SEO ausgewirkt hat. Wenn Sie also eine vernĂŒnftige Umstellung, ohne Einbußen planen, dann haben wir hier essenzielle Tipps fĂŒr Sie, um negative Konsequenzen fĂŒr Ihre SEO zu vermeiden:

Google muss informiert werden

Google wird nicht einfach eine E-Mail bekommen, dass Sie Ihre Website nun offiziell umgestellt haben. Stattdessen ist es fĂŒr eine gute SEO ein Muss Google schnellstmöglich darĂŒber zu informieren. Denn es ist ungewiss, wann Ihre Seite demnĂ€chst wieder gecrawlt wird und die Info offiziell bei Google angekommen ist. Das ist wertvolle Zeit, in der Ihr SEO immer weiter sinken könnte.

Sichern Sie sich also direkt die Wertsteigerung und Sie sind auf dem besten Weg zu einer langfristigen Bewertungssteigerung.

Alle Zertifikate prĂŒfen

ÜberprĂŒfen Sie alle Zertifikate Ihrer Website auf Richtigkeit, damit Sie den Domainanforderung entsprechen. Technische Fehler könnten sonst Ihren SEO-Boost erheblich ausbremsen und mehr Nachteile als Vorteile bringen. Damit ist nicht nur das SSL-Zertifikat gemeint. ÜberprĂŒfen Sie:

  • Das Zertifikat, das fĂŒr Ihre Domain bzw. Subdomain ausgestellt wurde.
  • Das Unified-Communications-Zertifikat bzw. die Multiple Domain, welches die primĂ€re Domain und bis zu 99 Subdomains sichert.
  • Das Wildcard SSL-Zertifikat, welches Ihre URL und eine unbegrenzte Anzahl an Subdomains sichert.

Verhindern Sie Googles Crawler nicht

Nicht nur sollten Sie Google informieren, Google muss auch auf Ihre robots.txt zugreifen, um Sie crawlen zu können. Wenn Sie das verhindern, können Sie in den Rankings fallen. Deswegen sollten Sie Ihren Testserver darauf aktualisieren, dass er Bots zulÀsst. Dadurch können Sie jegliche Verzögerungen vermeiden.

Erlauben Sie die Indexierung

Gleichbedeuten wie Google und der Crawler, sollten Sie den Suchmaschinen erlauben Ihre Seite zu indexieren. Wenn Ihre Seite durch Verweigerung nicht indexiert werden kann, ist es durchaus möglich, dass Sie nicht nur Rankings verlieren, sondern vollstÀndig aus der Suchmaschine fallen. Die Wiederherstellung kann sehr lange dauern, deshalb vermeiden Sie diesen Fehler im Voraus.

Verfolgen Sie Ihren Umstellungsfortschritt

Es gibt reichlich Analysesoftwares wie Google WebMaster o. Ă€. Seinen Fortschritt zu verfolgen ist nicht nur wichtig, um zu sehen, wie sich alles positiv auf die SEO auswirkt. TatsĂ€chlich können Sie damit ĂŒberprĂŒfen, ob alles ohne Probleme lĂ€uft und wenn, wo Probleme entstanden sind, um diesen schnell entgegenzuwirken. So schĂŒtzen Sie Ihre SEO vor möglichen SchĂ€den.

HTTPS mit Schloss als blaue Entertaste auf Tastatur

Die Umstellung kann losgehen und sie lohnt sich!

Es ist relativ selten, dass die Umstellung auf HTTPS nicht von Vorteil ist. HTTPS kommt mit sehr vielen Vorteilen. Von dem Vertrauen zu Ihren potenziellen Kunden, einer guten SEO und entsprechender gesteigerten Relevanz.

Genau so wie einige SEO-Faktoren (Ladezeiten, Linkstruktur etc.) entscheidend sind, ob Ihr Besucher auf der Seite verweilt, kann auch ein einfaches Schlosssymbol viel ausmachen. Nutzer bevorzugen sichere Verbindungen gegenĂŒber den unsicheren und Sie tun allen Beteiligten einen Gefallen – Sie selbst eingeschlossen – auf diese Sicherheit zu setzen.

ZusĂ€tzlich dazu ist die Umstellung auf HTTPS weniger Komplex als andere Maßnahmen in der Webentwicklung. Außerdem können Sie diese Aufgabe ganz einfach extern von einer SEO-Agentur erledigen lassen, die auf alle wichtigen Schritte sowie die AusfĂŒhrung achten und Ihnen helfen das beste SEO-Ergebnis zu erzielen.

Gerade wenn Sie sich unsicher sind oder es Ihnen bzw. Ihrem Unternehmen sollten Sie auf SEO-Experten setzen, um Fehler zu vermeiden, die Sie im Ranking zurĂŒckwerfen oder gar aus den Suchergebnissen werfen! Sichern Sie sich jetzt also die Vorteile und profitieren Sie von dem enormen Langzeiterfolg. Mehr Sicherheit fĂŒr Ihre Kunden und Umsatzsteigerung fĂŒr Sie: ein Win-win fĂŒr alle.

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