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Grundlagen zum Linkbuilding

Wie Sie selber Links aufbauen? Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick darĂŒber geben, wie derzeit in der breiten Masse Links aufgebaut werden und was Google diesbezĂŒglich in seinen Richtlinien schreibt. GrundsĂ€tzlich gilt: Eine Verlinkung gilt bei Google als positives Signal fĂŒr eine Website. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wenn eine Website nicht gut ist, wĂŒrde niemand auf sie verlinken.

Wie Sie selber Links aufbauen

Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick darĂŒber geben, wie derzeit in der breiten Masse Links aufgebaut werden und was Google diesbezĂŒglich in seinen Richtlinien schreibt.

GrundsĂ€tzlich gilt: Eine Verlinkung gilt bei Google als positives Signal fĂŒr eine Website. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wenn eine Website nicht gut ist, wĂŒrde niemand auf sie verlinken. Beliebtheit und QualitĂ€t einer Seite lassen sich also durchaus auch heute noch an der Anzahl ihrer Backlinks ablesen. UneingeschrĂ€nkt wie in den Anfangszeiten gilt dies aber nicht mehr. Das hat verschiedene GrĂŒnde.

KĂŒnstlicher Aufbau von Backlinks

Viele Webseitenbetreiber haben einfach nicht die Zeit darauf zu warten, dass eine Backlinkstruktur organisch entsteht. Überdies fehlt es in einigen Branchen ĂŒberhaupt an einem entsprechenden Potenzial zum organischen Linkbuilding.

Typische Beispiels hierfĂŒr sind:

  • Medizinische Themen mit Schampotenzial
  • Sensible finanzielle Aspekte
  • B2B-Kommunikation

Aus diesem Grund werden Backlinks vielfach kĂŒnstlich aufgebaut. Dieses sogenannte Linkbuilding ist eine verbreitete Methode, wird aber nicht von jeder Agentur bzw. jedem Seitenbetreiber umgesetzt. Der entscheidende Nachteil ist, dass es sich dabei hĂ€ufig mehr um QuantitĂ€t als um QualitĂ€t orientiert. Eine gezielte Suche und Erstellung passender Backlinks nimmt mithin sehr viel Zeit in Anspruch.

Ankertext flexibel gestalten

Google berĂŒcksichtigt heute vermehrt den Ankertext der Backlinks. Nehmen Sie das Beispiel einer Seite fĂŒr FertighĂ€user. VerfĂŒgt diese Website ĂŒber viele Backlinks mit dem Ankertext „Fertighaus“, so wird sie entsprechend gut hierfĂŒr gefunden. Ist eine Website allerdings hundertfach mit dem gleichen Ankertext – z. B. Ratenkredit – verlinkt, merkt Google, dass es sich hierbei nicht um ein organisches Linkbuilding handelt. Nutzer, die den Linkaufbau selber betreiben, vermeiden daher derlei auffĂ€llige Ankertexte und lösen das Problem, indem sie Ankertexte verwenden, die nicht ausschließlich aus dem Hauptsuchbegriff bestehen (z. B. Ankertext „eine Übersicht aller Ferienhaus-Anbieter“, wenn der Suchbegriff „Ferienhaus“ wichtig ist). Diese Strategie ist weniger auffallend.

Ihnen wird hiermit deutlich, dass sich Unternehmen und Seitenbetreiber um mehr Varianz in den Verlinkungen bemĂŒhen. Eine algorithmische Erkennung durch Google soll so vermieden werden. Verschiedene Verlinkungen auf der Startseite, manche auf Unterseiten, andere Ankertexte oder sogar mal ein Link, der gar keinen Suchbegriff enthĂ€lt – alles Strategien, um bei Suchmaschinen nicht negativ ins Gewicht zu fallen.

Typische Backlinks

Sie finden ganz typisch aufgebaute Backlinks, wenn Sie einmal die Verlinkungen verschiedener Websites analysieren (siehe Tabelle unten). Die in der Tabelle genannten typischen Orte haben beim Linkaufbau einen klaren Vorteil: Sie erhalten dort ohne großen Aufwand praktisch immer einen fĂŒr Sie passenden Link. Andererseits sehen aber viele Webseiten dann auch eben ganz typisch aus – mit den bekannten Verlinkungen z. B. zu Versicherungsvergleichen, FerienhĂ€usern, Ratenkrediten o. Ă€.

1.000 oder mehr Verlinkungen sind auf diese Art und Weise schnell erreicht. Der entscheidende Nachteil fĂŒr Sie: Die Suchmaschinen werden diese Links nur mit einer sehr geringen Wertung versehen. Gute Rankings können Sie so nicht erwarten, sondern allenfalls, wenn Sie dieses kĂŒnstliche Linkbuilding lediglich als ErgĂ€nzung zu organischen, guten Links nutzen. Google und Co. erkennen nĂ€mlich, dass das kĂŒnstliche Linkbuilding zweifelsohne viel Fleiß erfordert, jedoch nicht als positives Votum fĂŒr Ihre Website interpretiert werden kann.

Segment Typische Vertreter Anzahl möglicher Sites
Social Bookmarking delicious, ... Es sind sicherlich deutlich mehr als 100 Portale verfĂŒgbar, die zum Teil auch alle auf derselben Software basieren und sehr Ă€hnlich aussehen.
Artikelverzeichnisse www.artikelportal.de, ... Reine Artikelverzeichnisse gibt es wohl in einer hohen zweistelligen Anzahl.
Allgemeine Verzeichnisse www.bellnet.de, ... Sicherlich gibt es mindestens eine dreistellige Anzahl allgemeiner Verzeichnisse. Wenn man allerdings etwas selektiver wird und gewisse qualitative AnsprĂŒche an so ein Verzeichnis stellt, bleiben wohl maximal 50 vertretbare allgemeine Verzeichnisse ĂŒbrig.
B2B-Verzeichnisse www.wlw.de, ... Einige B2B-Verszeichnisse, Business-SuchmaschinenFirmenverzeichnisse oder Lieferantensuchmaschinensind auch fĂŒr den Linkaufbau nĂŒtzlich.
Branchenverzeichnisse www.dachdecker.com, ... AbhÀngig von der Branche
Kostenlose Blogs(„Free Blogs“) xxx.wordpress.com, ... Kostenlose Blogs kann man auf vielen deutschen und internationalen Plattformen aufbauen. Hier gibt es wohl eine hohe zweistellige Anzahl relevanter Plattformen. Da man aber in der Regel fĂŒr jedes kostenlose Blog eine eigene Subdomainbekommt, kann man prinzipiell eine unendliche Anzahl solcher Blogs aufbauen.
Kostenlose Websites

beispielname.tripod.com,

beispielname.beepworld.de, ...

Anbieter kostenloser Websites gibt es in ĂŒberschaubarer Anzahl – zumindest wenn man gewisse QualitĂ€tskriterien hat. So gibt es wohl eine niedrige zweistellige Anzahl guter Anbieter, bei denen man in der Regel eine Subdomain erhĂ€lt und dort dann eine kostenlose Website aufbauen kann.
Blog-Kommentare Es gibt nur noch ganz wenige Blogs, die in ihren Kommentaren Dofollow-Links anbieten (siehe Abbildung oben). Vor allem werden Kommentare in der Regel moderiert, so dass man hier noch auf breiter Basis gute Backlinks aufbauen kann – mal davon abgesehen, dass Google Blog-Kommentare sehr einfach als solche erkennen kann.
GĂ€stebĂŒcher Einige kleine Websites bieten immer noch ein unmoderiertes GĂ€stebuch, in dem sich dann sehr schnell Kommentare finden, die auf allerlei bekannte Themen abzielen.

Maßnahmen zum eigenstĂ€ndigen Linkaufbau

Es gibt viele Maßnahmen zum eigenstĂ€ndigen und qualitativ hochwertigen Linkaufbau. Die wichtigsten werden hier genannt:

  • Veröffentlichung eigener Studien
  • Nutzung eigens hergestellter Infografiken
  • Attraktive Inhalte oder Tools (z. B. ein Werbeagentur-Kostenkalkulator)
  • Gewinnspiele, an denen andere teilnehmen können, indem sie darĂŒber berichten und einen entsprechenden Link setzen
  • Weitere Tipps: "Suchmaschinenoptimierung "

Weit verbreitet scheinen diese Maßnahmen indes noch nicht zu sein. Das liegt unter anderem daran, dass der Linkaufbau oft an Agenturen ausgelagert wird. Die Agentur selber ĂŒbernimmt hĂ€ufig aus ZeitgrĂŒnden oder weil sie mit dem Thema der Seite nicht so betraut ist nur die Maßnahme des schnellen und wenig ausgeklĂŒgelten Linkaufbaus. Ein durchdachtes und intensives Linkbuilding ist fĂŒr externe Agenturen ohne Mithilfe des Auftraggebers praktisch nicht zu leisten.

Aber auch wirtschaftliche GrĂŒnde spielen eine Rolle. Solange ein Backlink gekauft werden kann, verzichten viele auf aufwendigere Maßnahmen, deren Erfolg obendrein kaum vorhersehbar ist. Im Übrigen funktionieren viele der genannten Maßnahmen auch nicht in allen Branchen gleich effektiv. Bei Themen mit Schampotenzial, z. B. Kredite ohne Schufa, oder auch in der B2B-Kommunikation gibt es hĂ€ufig gar nicht genug Potenzial fĂŒr den Aufbau einer wirksamen organischen Verlinkungsstruktur.

Google hat kĂŒnstliches Linkbuilding durchschaut

Wenn Sie sich z. B. Googles Formel zur PageRank-Berechnung ansehen, lesen Sie dort nur etwas von Pagerank-Verteilungen. Jede Website ist in der Lage, durch einen Link PageRank weitergeben. Wenn Sie sich also in 100 Social-Bookmarking-Verzeichnisse wie delicious.com oder LinkSilo.de eintragen, können Sie rasch 100 Backlinks aufbauen und nach der Google-Formel PageRank anhÀufen.

Google selber hat die Strategie des kĂŒnstlichen Linkbuildings ĂŒber entsprechende Tools lĂ€ngst durchschaut und reagiert. Sogar bei Ebay können diese gekauft werden, auch das hat der weltgrĂ¶ĂŸte Suchmaschinenbetreiber erkannt. Uns so arbeitet Google fortlaufend an seinen Algorithmen zur Bewertung von Backlinks.

Spezielle Plattformen fĂŒr den Linkkauf

Wenn Sie schnelle Möglichkeiten zum Linkaufbau suchen, stoßen Sie z. B. auf folgende Anbieter:

www.ranksider.de

www.everlinks.net

www.backlinkseller.de

www.teliad.de

www.text-link-ads.com

Zwar unterscheiden sich die Seiten geringfĂŒgig, ihre eigentliche Aufgabe ist aber dieselbe: Es werden Links verkauft. HĂ€ufig werden diese aus Blog-BeitrĂ€gen heraus geliefert. Einige dieser „MarktplĂ€tze“ sind öffentlich zugĂ€nglich, andere nur durch Netw

Link-MarktplÀtze allesamt nicht Google-konform

Jede dieser Link-MarktplĂ€tze verstĂ¶ĂŸt gegen die Google-Richtlinien (siehe http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=35769 und vor allem http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66356). Google schreibt hierzu in seiner Online-Hilfe (http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66736):
„Der Ankauf oder Verkauf von Links, die PageRanks weitergeben, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien fĂŒr Webmaster von Google, der sich negativ auf das Ranking einer Website in den Suchergebnissen auswirken kann.“

Gleichwohl informiert Google die Nutzer aber auch ĂŒber die Möglichkeit, auf legitimen Wege Links zu erwerben (z. B. bei einigen hochwertigen B2B-Verzeichnissen wie „Wer liefert was?“). DarĂŒber hinaus werden Ihnen viele Grauzonen geboten, bei denen Sie fĂŒr eine Werbemöglichkeit bezahlen und hierzu – freiwillig oder nicht – einen Link als Gegenleistung erhalten.

Andere Möglichkeit: Links tauschen

Wenn Sie Betreiber einer Website sind, kennen Sie es vermutlich: Sie erhalten im Rahmen von Mails regelmĂ€ĂŸig Angebote zum Linktausch. Auch dieser Weg wird hĂ€ufig genutzt, um sich eine Backlink-Struktur aufzubauen. Hierzu schreibt Google in seinen Richtlinien (http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=66356):

„Es gibt jedoch Webmaster, die auf Programme zum Linkaustausch zurĂŒckgreifen und Partnerseiten erstellen, die alleine dem Zweck der Websitevernetzung dienen, ohne dabei auf die QualitĂ€t der Links, ihrer Quellen oder die langfristigen Auswirkungen auf die eigenen Websites zu achten.“

Gemeint ist damit vor allem:

„ÜbermĂ€ĂŸiger Linkaustausch und ĂŒbermĂ€ĂŸige gegenseitige Vernetzung“

Um negative Bewertungen durch Google zu vermeiden, werden Links nur selten direkt getauscht. Ein probates Mittel ist hingegen der sogenannte Dreiecks-Linktausch (1 -> 3, 4 -> 1 oder 1 -> 3, 4 -> 2). Hierbei erfolgt die RĂŒckverlinkung ĂŒber eine dritte Website. Praktisch entsteht dann aber oft ein Ungleichgewicht, da die Website 4 meist nicht dieselbe „Link-QualitĂ€t“ hat.

Linkbuilding bleibt Katz- und Maus-Spiel

Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen. Linkbuilding bleibt zumindest bis zu einem gewissen Grad auch zukĂŒnftig ein Katz- und Maus-Spiel. Da Suchmaschinen immer ausgeklĂŒgelter agieren, sind viele Strategien der vergangenen Jahre nicht mehr effektiv. Google und seine Mitbewerber können lĂ€ngst zwischen guten und schlechten Backlinks unterscheiden.

Wenn Sie als Unternehmen in den Linkaufbau investieren, sollten Sie dies als wohl durchdachte strategische Entscheidung ansehen. MĂŒssen Sie unbedingt vorne dabei sein und sich dadurch der Gefahr aussetzen, von Google abgestraft zu werden? Oder riskieren Sie einen zeitweiligen Nachteil gegenĂŒber der Konkurrenz, weil Sie auf bestimmt Taktiken zunĂ€chst verzichten?

Seien Sie sich stets bewusst, dass ein optimaler und wirksamer Linkaufbau eine richtige Kunst ist. Sie mĂŒssen sich aktiv daran beteiligen, auch wenn Sie die UnterstĂŒtzung externer Dienstleister in Anspruch nehmen. Denn alles was Standard ist, erkennt Google. Und was Google heute noch nicht erkennt, das vermutlich spĂ€testens morgen.

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