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Was bedeutet Virales Marketing?

Eine Marketing Strategie, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine Werbebotschaft in k√ľrzester Zeit zu verbreiten.

Virales Marketing

Virales Marketing ist eine Marketing Strategie, welche sich zum Ziel gesetzt hat eine Werbebotschaft in k√ľrzester Zeit, wie ein Virus zu verbreiten. Ein Beispiel f√ľr Virales Marketing ist der Weg √ľber verschiedene Social Media Kan√§le. Man bezeichnet das Virale Marketing auch als ‚ÄěWord of Mouth‚Äú, also die m√ľndliche Informationsweitergabe zu einer Dienstleistung oder einem Produkt. Im Deutschen nennt man dies Mundpropaganda.

Zielsetzung des Viralen Marketings

Das Virale Marketing m√∂chte bei seiner Werbebotschaft die gleiche Wirkung entfalten, wie ein Virus. Das bedeutet, dass in einem m√∂glichst kurzem Zeitraum eine m√∂glichst hohe Anzahl an Menschen mit der Werbebotschaft in Kontaktgebracht werden sollen bzw. ‚Äěinfiziert‚Äú werden. Daraufhin sollen die Menschen, f√ľr die beworbene Marke oder das Produkt, Begeisterung zeigen und weitere Menschen √ľber dieses Produkt oder die Marke informieren. 

Die virale Kampagne kann, neben der Verbreitung der Werbebotschaft, auch dazu dienen, die Brand zu st√§rken, was sich positiv auf das Ranking des Unternehmens auswirken kann.

Auf langfristiger Sicht gesehen, soll die Kampagne nat√ľrlich den Unternehmensumsatz durch neue Kunden steigern. Wenn diese Kunden die Angebote des Unternehmens weiterhin √ľber die Mundpropaganda bewerben, wird der Unternehmensumsatz auch weiterhin stetig steigen.

Seeding ‚Äď Die Verbreitungsm√∂glichkeiten des Viralen Marketings

Besonders geeignet f√ľr das virale Marketing sind bspw. kostenlose Informationsmaterialien wie Whitepaper, Werbespiele, Videos, kostenlose Produkte oder Tools. Dabei ist es wichtig, dass diese zielgerichtet platziert und verbreitet werden. Das passiert durch das sogenannte ‚ÄěSeeding‚Äú. Damit ist gemeint, dass die Werbebotschaft sozusagen ausges√§t bzw. ausgestreut wird.

F√ľr eine erfolgreiche Seedingstrategie m√ľssen folgende Punkte gegeben sein, damit die virale Kampagne auch Erfolg versprechen kann:

  • Die Verbreitung sollte nur auf den jeweiligen relevanten Plattformen geschehen. Das bedeutet an den Stellen, wo die Zielgruppe unterwegs bzw. aktiv ist.
  • Die Verteilung muss zielgruppenorientiert wie auch strategisch erfolgen.
  • Auf den gew√§hlten Plattformen, z.B. Chats, Foren, Newsgroups, Portalen, Blogs, etc. muss ein reger Kommunikationsaustausch stattfinden.

Besonders die Social Media Kan√§le bieten sich als Verbreitungskanal f√ľr das Virale Marketing besonders gut an. Tausende User werden innerhalb k√ľrzester Zeit auf das Produkt aufmerksam und k√∂nnen dies ‚Äěliken‚Äú oder ‚Äěsharen‚Äú, was zur Folge hat, dass noch mehr User das Produkt kennenlernen.

Um mehr Vertrauen, Authentizit√§t und Autorit√§t zu gewinnen, ist es sinnvoll am Anfang eines jeden Seeding Prozesses die Meinungsf√ľhrer, die sogenannten Influentials, des jeweiligen Themenbereichs anzusprechen. Durch dessen Werbebotschaften, haben die potenziellen Kunden sofort mehr Vertrauen in das Produkt und die Reichweite der Mundpropaganda erweitert sich ebenfalls.

Zusätzlich haben die Influentials einen großen Einfluss auf deren Interessentenkreis, welcher grundsätzlich sehr verschiedene Altersgruppen anspricht. Somit wird das Produkt auch automatisch mehreren Zielgruppen vorgestellt.

Vorteile

In der Regel √ľbernehmen andere Personen f√ľr Sie die Verteilung der Informationen. Somit ist es m√∂glich einen hohen Gewinn mit einem niedrigen Kosteneinsatz zu generieren. Abh√§ngig ist dies jedoch von der jeweiligen Planung, Durchf√ľhrung und der Kampagne selbst. Schlie√ülich kosten auch die Konzeption und die Auswahl geeigneter Verbreitungskan√§le Zeit und Geld.

Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass die Empfehlungen wahrgenommen, konsumiert oder im besten Falle weitergegeben werden, da die Empfehlungen durch Freunde, Bekannte, Verwandte oder auch Kollegen weitergegeben werden. Diesen Gruppen vertraut man schlie√ülich in der Regel mehr, als dem Unternehmen selbst. 

Zu beachten beim Viralen Marketing ist nat√ľrlich auch die Schnelligkeit, mit der die Werbung erfolgt. Gerade das Internet ist daf√ľr bekannt, dass in sehr kurzer Zeit, viele Informationen an die unterschiedlichsten Personen gelangen, vorausgesetzt das Unternehmen nutzt die richtigen Ansprechpartner und Kan√§le.

Nachteile

Komplett steuerbar ist eine virale Kampagne nie, auch wenn zu Beginn der Kampagne die Zielgruppe festgelegt wird. Sobald die Konsumenten negativ auf das Produkt oder die Botschaft reagieren sollten, kann das einen nachhaltig negativen Einfluss auf das Unternehmen haben und sogar dessen Image schaden. Schlie√ülich werde auch negative Eindr√ľcke schnell weiter kommuniziert.

Schwierig ist auch die Erfolgsmessung des viralen Marketing, da sie häufig mit einem hohen Rechercheaufwand verbunden ist.

Erfolgsnachweise von Viralem Marketing

Die Erfolgsauswertung f√§llt nicht besonders leicht, da auch die Steuerung der Kampagne nur zu einem gewissen Ma√ü erfolgen kann. Mithilfe von bestimmten Tracking Tools lassen sich allerdings Erfolg oder Misserfolg messen:

  • Social Media Monitoring Tools:

Facebook und Co. bietet den Unternehmen kostenlose Analysem√∂glichkeiten, welche sehr ausf√ľhrliche Daten zu Vertreibung liefern. Es gibt auch noch zahlreiche weitere, kostenlose Tools, um die Wirkung in sozialen Netzwerken zu testen.

  • Webanalyse Tools:

Es besteht die M√∂glichkeit mithilfe von Google Analytics herauszufinden, auf welchem Wege die Besucher auf das Unternehmen aufmerksam wurden.

  • Clipping Dienste:

Sowohl Online- als auch Printmedien k√∂nnen mithilfe dieser kostenpflichtigen Angebote nach Unternehmensmeldungen durchsucht werden. Daf√ľr gibt es zahlreiche unterschiedliche Dienstleister.

Erfolgsfaktoren

Virale Kampagnen sind keine Selbstl√§ufer, auch wenn die Verbreitung der Werbebotschaft √ľber die Internetgemeinde erfolgt. Sie erfordern, wie jede andere Marketingkampagne, eine klare Planung, eine strategische Durchf√ľhrung der Ma√ünahmen sowie ein klares Konzept.

Besonders folgende Faktoren nehmen Einfluss auf den Erfolg:

1. Eine einzigartige und kreative Idee

Die Idee bildet die Grundlage zu jeder Kampagne. Dabei ist es wichtig immer im Blick zu haben, dass Ihrer Zielgruppe immer ein Mehrwert mit dem Angebot geliefert wird. Schlie√ülich muss es sich f√ľr den potenziellen Kunden lohnen dar√ľber zu berichten und die Nachricht weiterzuverbreiten. Dabei ist nicht immer erforderlich die Dienstleistung oder das Produkt in den Vordergrund zu stellen, sondern die Botschaft an sich wird h√§ufig als K√∂der genutzt,

Beim Viralen Marketing f√§llt h√§ufig der Begriff des ‚ÄěGuerilla Marketings‚Äú, welches ebenfalls eine Marketing Strategie ist. Beim Guerilla Marketing steht, im Vergleich zu dem viralen Marketing, der √úberraschungseffekt im Vordergrund. Gleichzusetzen sind die beiden Marketing Strategien nicht. Das virale Marketing bietet hingegen eine M√∂glichkeit, die Guerilla Idee umzusetzen.

2. Klares Ziel, klares Vorgehen

Zu einem klaren Ziel geh√∂rt bspw. die Wahl der ersten Multiplikatoren und die Planung, welche Kan√§le, wann f√ľr die Verbreitung genutzt werden. Dies ist besonders wichtig, da die viralen Kampagnen nicht oder nur sehr wenig kontrolliert werden k√∂nnen und es vereinfacht zus√§tzlich die Erfolgsmessung.

3. Einfache Verbreitungsmöglichkeiten

Durch Weiterempfehlungsfunktionen der sozialen Netzwerke oder leichte Einbettungsm√∂glichkeiten von Videos oder Grafiken kann die Verbreitung so einfach wie m√∂glich gestaltet werden.

4. Aussicht auf Gewinne

Um den Nutzer zus√§tzlich anzuspornen eine Meldung, ein Video oder ein Whitepaper zu teilen, ist eine Aussicht auf Gewinne besonders empfehlenswert. 

Beispiele

Videos spielen beim Viralen Marketing eine sehr gro√üe Rolle. Nutzer sollen laut Studien 60.000-mal schneller auf ein Bild reagieren k√∂nnen als auf einen Text. Ein Video l√§sst sich also optisch schnell erfassen, was dazu f√ľhrt, dass es dem Nutzer gut im Ged√§chtnis bleibt. Daher nutzen viele virale Kampagnen Videos als Grundlage. Aber auch besonders ungew√∂hnliche Methoden k√∂nnen sich Aufmerksamkeit verschaffen:

Ice Bucket Challenge

Die Ice Bucket Challenge brachte vor allem Prominente dazu sich einen, mit eiskaltem Wasser gef√ľllten K√ľbel, √ľber den Kopf zu sch√ľtten. Verbreitet hat sich diese Challenge erstmal nur √ľber soziale Netzwerke, bis Mitte 2014 die Golf Channel Morning Show dar√ľber berichtete. Ab diesem Zeitpunkt ging die Ice Bucket Challenge durch s√§mtliche Medien.

Weitere Virale Kampagnen gab es auch von EDEKA die sogenannte ‚ÄěSupergeil‚Äú-Kampagne, welche durch ein Video auf YouTube mit √ľber 12 Millionen Klicks bekannt wurde. Ein weiteres Beispiel ist das Moorhuhn Spiel aus dem Jahr 1999. Dies warb f√ľr den schottischen Whiskey Hersteller Johnnie Walker.

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